Neoprenanzüge
Neoprenanzüge sind sowohl bei der Arbeit als auch beim Sport im Wasser nicht mehr wegzudenken. Sie sind eine wichtige Schutzkleidung, die den Körper im Wasser vor Unterkühlung bewahrt. Die heute üblichen Neoprenanzüge sind im Jahre 1953 in Kalifornien von den Brüdern Bob und Bill Meistrell entwickelt worden und im Jahre 1954 von der Firma Barakuda erstmals auf den Markt gebracht worden. Die neuen Neoprenanzüge lösten die Vorgänger aus Metall und Leder komplett ab.
Heute finden Neoprenanzüge hauptsächlich im Wassersport Verwendung. So sind sie beim Tauchen, Surfen, Wasserskifahren und Kiten unerlässlich geworden. Neoprenanzüge werden in die Kategorien Nassanzug, Halbtrockenanzug und Trockenanzug eingeteilt. Der Nassanzug ist weitestgehend wasserdicht, jedoch kann an den Reißverschlüssen und den Öffnungen an Händen und Füßen Wasser eindringen. Das so eingedrungene Wasser kann zirkulieren und sorgt so für einen Wärmeaustausch mit der Umgebung. Daher ist eine gute Passform des Nassanzugs überaus wichtig, da bei einem guten Sitz nur wenig Wärme abgegeben wird. Der Halbtrockenanzug ist dem Nassanzug sehr ähnlich und er weist beinahe die gleichen Eigenschaften auf. Jedoch ist die Wärmeisolierung um einiges effektiver und er kann sogar für das Tauchen in Eiswasser genutzt werden. Die beste Wärmeisolierung aller Neoprenanzüge bietet der Trockenanzug. Der Umgang mit dem Trockenanzug erfordert jedoch ein wenig Übung. Durch die große Luftmenge im Anzug hat der Taucher einen starken Auftrieb, der durch eine höhere Bleimenge ausgeglichen werden muss.
Es ist zu erwarten, dass die heutigen Neoprenanzüge in naher Zukunft mehr und mehr durch Anzüge aus Textillaminat ersetzt werden, das sich bei der Herstellung von Funktionskleidung immer stärker durchsetzt.